Je mehr ungelebtes Leben, desto mehr Angst vor dem Tod



Eines ist sicher,


vor dem Tod sind wir alle auf der Erde und alles was existiert, gleich. Wir alle werden irgendwann sterben. Dieser Gedanke weckt im Menschen selbst eine fundamentale Angst.


Vielleicht haben wir genau deshalb das wunderbare Werkzeugs des Glaubens in uns geschaffen um letztendlich doch ein Bild aufrechtzuerhalten, nach dem Tod mit unseren liebsten beieinander sein zu können, verbunden zu bleiben, auf irgendeine Art weiter zu existieren.

Vielleicht ist aber auch genau diese Kreation, die grösste Fluchtroute der größten Existenzangst unseres physischen Seins: Einfach zu vergehen. Was auch immer sich nach dem Tod befindet, was sich dahinter verbirgt, wir werden es nicht wissen.


So wie wir nicht wissen, was geschieht, wenn wir Schritte ins Unbekannte, ins Dunkle, in neue Beziehungen, neue Arbeit, Investitionen, Reisen und vieles mehr setzen. Unser Verstand ist klug, kann Szenarien durchdenken, analysieren, interpretieren, vorausschauen, doch niemals vollständig wissen. Wissen, entsteht immer dann, wenn wir die Erfahrung des Unbekannten mit unserem ganzen Leib durchdrungen und erlebt haben.


Je mehr wir in unserem Leben zurückhalten, je mehr wir warten, je länger wir schlafen und still stehen, in der Hoffnung, dass die Antwort da draußen irgendwann kommen wird, irgendwann jemand uns erlösen wird, desto länger wir mit angezogener Handbremse unser Leben gestalten werden. Dementsprechend auch die Angst vor dem Tod und dadurch die vorzukehrenden Kompensationsstrategien durch Sicherheit und Materielles umso höher.


Was wäre, wenn du voll und ganz annimmst, dass du irgendwann vergehst und der Erde und dem Universum es scheiss egal wären, was dein Fußabdruck zu bedeuten hätten? Wenn einfach Sand über dein irdisches Sein wehen würde und du, so wie alles andere auch, vergehst und dadurch Platz schaffst für neues Leben, neues Sein.


Würdest du heute anders leben?

Würdest du das Gefühl haben, alles richtig gemacht zu haben?

Würdet du weiter hoffen, dass deine Beziehung sich ändert, wenn dein Partner nur…?

Würdest du weiter deine unbefriedigende Arbeit ausführen nur um Geld zu verdienen und vor dem Fernseher/ Computer/ Facebook zu sitzen?


Wach auf.

Nimm an wer du bist.

Sieh, wo du herkommst.

Entdecke, wer vor dir da war.

Schau, wer für dich Platz geschaffen hat.


Und dann

lebe JETZT, fühle was gefühlt werden will, zeige dich mit deiner ganzen inneren Wahrheit

Egal ob abgeschlossen in Quarantäne oder ungebunden in weiter Welt auf Reisen.


Von Herzen

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